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Verbandsgemeinde Bad Sobernheim


Die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim liegt an der mittleren Nahe - zentral zwischen der Kreisstadt Bad Kreuznach und der Edelsteinmetropole Idar-Oberstein - in einer der wärmsten und regenärmsten Landschaften Südwestdeutschlands. Ihr Gebiet südlich der Nahe reicht bis in das Meisenheimer Bergland, der nördliche Bereich erstreckt sich bis weit in den Hunsrück/Soonwald.

Die Verbandsgemeinde wurde durch das „Achte Landesgesetz über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland- Pfalz" vom 28. Juli 1970 neu gebildet und setzte sich zusammen aus Gemeinden unterschiedlicher Amtsverwaltungen: Bärweiler, Kirschroth, Meddersheim, Merxheim und Staudernheim sowie die Stadt Sobernheim, die zusammen bislang die Verbandsgemeinde Sobernheim gebildet hatten. Hinzu kamen mit Auen, Langenthal, Martinstein, Monzingen, Nußbaum, Seesbach und Weiler bei Monzingen die meisten Gemeinden der ehemaligen Verbandsgemeinde Monzingen und mit Daubach, Eckweiler, Ippenschied, Rehbach, Pferdsfeld und Winterburg fast die gesamte ehemalige Verbandsgemeinde Winterburg. Ferner wurde die Gemeinde Lauschied, die bislang der Verbandsgemeinde Meisenheim zugehörte, und das der bisherigen gemeinschaftlichen Bürgermeisterei Odernheim angehörige Odernheim am Glan der neu geschaffenen Verbandsgemeinde zugeordnet. Aufgrund eines Beschlusses der Bezirksregierung Koblenz vom 10. Juni 1979 wurden die Gemeinden Eckweiler und Pferdsfeld in die Stadt Sobernheim eingemeindet, so dass sich die Verbandsgemeinde Bad Sobernheim heute aus einer Stadt und 18 Ortsgemeinden mit rund 18.500 Einwohnern zusammensetzt.

Historie


Im Zuge der Verwaltungsreform unter der französischen Besatzung wurde Sobernheim, wie auch die Gemeinden Meddersheim, Merxheim, Monzingen, Odernheim und Winterburg, im Jahr 1798 als „Mairie" erstmals Sitz einer Art Amtsverwaltung, welche auch nach dem Übergang an Preußen im Jahr 1815 als „Bürgermeisterei Sobernheim" innerhalb des neu geschaffenen Landkreises Kreuznach im Regierungsbezirk Koblenz beibehalten wurde. Aus diesem Bürgermeistereiverband, bestehend aus den Gemeinden Sobernheim, Bockenau, Boos, Oberstreit, Schloss- und Talböckelheim, Sponheim, Steinhardt und Waldböckelheim, schied Sobernheim am 1. Juni 1857 aus, ehe dann im Jahr 1888 die endgültige Trennung des „Amtes" von der Stadt zu zwei selbstständigen Bürgermeistereien erfolgte.
Von 1935 bis 1940 wurden die Stadt Sobernheim und die „Amtsbürgermeisterei Meddersheim" - letztere entstand 1869/70 aus den Bürgermeistereien Merxheim, Meddersheim und Staudernheim - gemeinsam von Sobernheim aus verwaltet. Die Orte der „Amtsbürgermeisterei Meddersheim" (seit 1927 „Amt Meddersheim" genannt) gehörten seit dem Jahr 1816 zur Landgrafschaft Hessen-Homburg, die den ehemaligen Kanton Meisenheim mit Teilen des Kantons Grumbach auf dem Wiener Kongress zugeteilt bekam und aus dieser Erwerbung am 29. Dezember 1817 das „Oberamt Meisenheim" bildete. Jenes kam im Jahr 1866 auf dem Erbwege an die Landgrafen von Hessen- Darmstadt, die aber noch im gleichen Jahr das Oberamt an Preußen abtreten mussten, weil sie als Verbündete Österreichs den Krieg gegen Preußen verloren hatten. Aus dem früheren hessen-homburgischen „Oberamt Meisenheim" machte Preußen im Oktober 1869 den Landkreis Meisenheim, der bis zu seiner Auflösung und Angliederung an den Kreis Kreuznach am 1. Oktober 1932 als einer der kleinsten preußischen Landkreise bestand.
Im Jahr 1940 wurde die Stadt Sobernheim in das „Amt Meddersheim" eingeamtet und die Bezeichnung "Amtsbürgermeisterei Sobernheim" eingeführt. Die Gemeinden Hochstädten und Meckenbach wurden auf Beschluss der Bezirksregierung Koblenz dem „Amt Kirn-Land" zugeschlagen. Die bisherige Bezeichnung der Gebietskörperschaft „Amt" wurde durch Landesgesetz vom 16. Juli 1968 in „Verbandsgemeinde" geändert.

Wappen


Das Wappen der Verbandsgemeinde mit der Darstellung des Kurpfälzer Löwen, des Sponheimer Schaches und des Mainzer Rades symbolisiert die territoriale Zugehörigkeit verschiedener Regionen des heutigen Verbandsgemeindegebiets zum Erzbistum Mainz, der Grafschaft Sponheim und dem Kurfürstentum Pfalz während des Mittelalters. Daneben gehörten verschiedene Dörfer zur Wild- und Rheingrafenschaft bzw. waren in reichsritterschaftlichem Besitz. Mit der Fürstenherrlichkeit war es zu Ende, als im Jahr 1792 französische Revolutionstruppen das Nahegebiet eroberten und der gesamte linksrheinische Raum in der Folgezeit bis zum Jahr 1814 zu Frankreich kam.